Konzept

Hintergrund

Das Umfeld, in dem ein Kind heranwächst, hat sich in den letzten 20 Jahren dramatisch geändert. Es ist insbesondere gekennzeichnet durch …

  • Zunahme des Medienkonsums  (Computer, Gameboy, Playstation)
  • Abnahme des Bewegungspensums (i.d.R. 2 Std. i. d. Schule und max. 2 x Training im Verein / Wo.)
  • Motorisches Lernen nur noch unter Anleitung
  • Veränderte Ernährungsgewohnheiten (unregelmäßiges Essen, Fast-Food)
  • Aufkommen psychosozialer Stressfaktoren (vermehrt Drucksituationen in Schule und Scheidungs-familien)

Die gesundheitliche Lage von Kindern und Jugendlichen verschlechtert sich so langsam aber stetig. Frappie-rend sind zudem die Zusammenhänge dieser Einzelfaktoren:

  • Übergewicht durch Bewegungsmangel und falsche Ernährung
  • dadurch deutlicher Anstieg des Fernseh- und Medienkonsum
  • weitere Verschlechterung der motorischen Leistungen
  • nicht selten lebenslange Auswirkungen auf die Gesundheit (Herz-Kreislaufsystem, Bewegungsap-parat, organische Krankheiten)
  • Beeinträchtigung der allg. Lebensqualität sowie des Sozialverhaltens

Fakten:

  • jedes 5. bis 6. Kind ist bereits im Einschulungsalter zu dick; Tendenz steigend
  • Rückgang der Fitness bei 10-14 Jährigen seit 1995 um mehr als 20 %
  • nur noch 80 % der Jungen/74 % der Mädchen erreichen heute die Kraft-, Ausdauer- u. Koordinationsleistungen ihrer Altersgenossen aus 1995
  • seit 2001 signifikanter Rückgang der körperlichen Leistungsfähigkeit bereits bei den 6 Jährigen

Nicht zu vergessen ist, dass die Kinder von heute die Eltern von morgen sind. Die Tatsache, ob Eltern z.B. aktive Sportler sind, beeinflusst insofern auch wieder das Sportverhalten ihres Nachwuchses erheblich …

 


Kinder- und Jugendtraining im Fußball

Vor diesem Hintergrund muss deutlich herausgestellt werden, dass Fußball als Mannschaftssport in vielerlei Hinsicht ein wichtiges Instrument sein kann, präventiv und regulativ einzugreifen. Denn Fußball fördert Ge-sundheit und Sozialverhalten gleichermaßen. Dafür müssen aus unserer Sicht aber folgende Voraussetzungen geschaffen werden:

  • der Spaß an der Sportart und die Gemeinschaft müssen im Vordergrund stehen
  • Kindern ist die Faszination des Spiels zu vermitteln
  • Kindern u. Jugendlichen muss vermittelt werden, dass Sport/Fußball gesund ist und dass man gemeinsam mehr erreicht

Unverzichtbare Maßnahmen:

Nur wenn Fußballtraining Spaß und macht und begeistert, ist die Chance gegeben, dass Kinder und Jugendliche möglichst lange Fußball spielen und vielleicht sogar ein Leben lang Sport treiben. Das muss das Ziel sein und dafür bedarf es verschiedener Maßnahmen, die wir für die Arbeit in unseren Camps entwickelt haben:

  1. Gerade an der Basis müssen qualifizierte Trainer und Betreuer tätig sein! (siehe hierzu unseren Trainerstab)
  2. Richtige und altersangemessene Schwerpunkte setzen! Kinder – und Jugendtraining darf kein kopiertes Erwachsenentraining darstellen!

Fakten zu 2.:

dazu Tabelle einfügen (3 Spalten, 5 Zeilen): Kinder- / Erwachsenenfußball
 

Konsequenz: Straßenfußball als Leitlinie! Straßenfußball bedeutet ...

  • nicht organisiert; dadurch viele Freiheiten in Organisation und Abläufen
  • kleine Gruppen / Kleinstgruppen
  • nach eigenen Regeln spielen
  • verschiedenste Tore nutzen
  • mit unterschiedlichen Bällen (Leder, Gummi, …) spielen
  • altersheterogene Gruppen
  • ein eigenes Spielverhalten kann entwickelt werden
  • Erhalt des natürlichen/kindlichen Spieltriebs 

Dagegen ist der Vereinsfußball durch folgende Merkmale charakterisiert:

  • organisiert (Terminvorgaben, Erwachsene geben vor, Kinder führen aus)
  • größere Gruppen
  • Regeln werden vorgegeben
  • genormte Tore
  • genormte Bälle
  • altershomogene Gruppen
  • ein Spielverhalten wird anerzogen/antrainiert
  • Unterbindung des natürlichen/kindlichen Spieltriebs

Kinder schließen sich heute bereits mit 4-5 Jahren einem Verein an. Dort werden sie dann bereits zielgerich-tet trainiert (s.o.). Dabei ergeben sich für sie kaum noch Gelegenheiten, das Fußballspiel für sich zu „entde-cken“, sozusagen ihr eigenes Spielverhalten zu entwickeln. Sie werden also zielgerichtet trainiert, bevor sie im eigentlichen Sinne gelernt haben, zu spielen.
  
Bei der Durchführung unserer Trainingseinheiten lassen wir uns deshalb von diesen Merkmalen und Fakten leiten. Dabei laden wir jeden Jugendtrainer ein, sich ein Bild von unserer Arbeit zu machen und sich Dinge „abzuschauen“ für seine wöchentliche Trainingsarbeit im Verein.

Unser gemeinsames Motto muss sein: Zurück zum unbeschwerten Spielen, zum Spaß am Sport und so zu mehr körperlicher Aktivität in der Freizeit.

 

Ganzheitliche Ausbildung

Auch wenn bei uns der Fußball im Vordergrund steht, so sind uns persönlichkeitsbildende und soziale Aspekte ebenso ein Anliegen.
Wichtig erscheinen uns dabei vor allem

  1. die Entwicklung des Gemeinschaftssinns innerhalb einer Gruppe
  2. das Ausprägen eines Verantwortungsbewusstseins

Gerade über den Sport - und den Mannschaftssport im Besonderen – können ... 

  • die Selbständigkeit
  • das Erlernen von Umgangsformen
  • das Akzeptieren von Entscheidungen
  • sich einordnen können
  • Kritikverständnis
  • Fairness

gefördert und entwickelt werden.

Wir versuchen, dazu – im Rahmen unserer Möglichkeiten – einen Beitrag zu leisten.

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